„Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger

Was ist das für ein Gefühl, wenn du erfährst, dass dein Vater nicht dein Vater ist?

Wenn dein Leben auf einer Lüge aufgebaut wurde, 35 Jahre lang?

Du kennst deine Wurzeln nicht, weißt nicht, woher du kommst.

Siehst du ihm ähnlich, hast du Charaktereigenschaften von ihm? Gibt es Geschwister?

Und……warum will er nichts von dir wissen, bist du Schuld daran?

Ohnmacht, Wut und Trauer überfällt dich……Sophie Christina Aichinger beschreibt genau diese Gefühle.

„Ich bin eine Fremde!“

In ihrem autobiografischen Buch beschreibt Sophie emotional und ehrlich, wie sie die Wahrheit erfährt, wie sie sich auf die Suche nach ihrem Vater begibt und welche Hürden und Niederlagen sie erleben muss.

Und eines der schlimmsten Gefühle ist es wohl, wenn der eigene Vater dich verleugnet, dir Geld geben will, damit du schweigst und dich sogar verklagt.

Beim Lesen stockte mir zeitweise der Atem, das Herz raste, die Tränen liefen über die Wangen.

Ich dachte darüber nach, wie ich in dieser Situation reagiert hätte.

Was muss ein Mensch alles ertragen, ein Mensch, der Liebe, Zuneigung und Zugehörigkeit möchte,

ein Mensch, der seine Wurzeln finden will.

Liebe Sophie, vielen Dank für deine berührende und mitfühlende Geschichte.

Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe.

ungewollt

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